Ratgeber

Haus und Eigentum - Hausbau lohnt sich

09.07.2012 11:35

Die Wünsche und Ziele bei Haus-und Grundbesitzern, Immobilienwerte „sichern-erhalten-sanieren“ nehmen  immer mehr an Bedeutung zu. Immobilien sind unter dem Aspekt der Zukunftsvorsorge eine sichere Vermögensanlage. Gebrauchtimmobilien werden gegenüber Neubauobjekten tendenziell vorgezogen, weil sie unter günstigeren Preisen als Neubauten zu haben sind, ein kurzfristiger Bezug möglich ist und es weniger Risiko beim Kauf gibt. Man sieht was man kauft.

Es gibt eben gute Gründe, die für die Anschaffung von Wohneigentum sprechen: Man ist eigener Herr im Haus, die Immobilie ist auf eigene Bedürfnisse zugeschnitten, Immobilieneigentum ist vor Entwertung des Spargroschen geschützt, ist ein bleibender Wert für die nachkommenden Generationen, Kinder bekommen optimale Entfaltungsmöglichkeiten. Immobilien sind die besten Geldanlagen, eine gute Altersvorsorge, man zahlt in die eigene Tasche, denn Wohneigentum ist langfristig billiger als Miete.

Haben Sie Fragen zum Erwerb von Wohneigentum, Ihres Wohnhauses, Ihres Bauernhofes oder Ihres Grundstücks?  Benötigen Sie eine objektive und neutrale Bewertung Ihres Objektes für eventuelle Finanzierungen, der Beantragung von staatlichen Fördermitteln, zur Gebäudeversicherungen, zum Vererben, zur Trennung oder ähnlichen Themen, gern stehen ich Ihnen mit meinem Leistungsprofil und 40 Jahren Berufserfahrung zur Seite. Schon ab 380,-€ zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer von derzeit 19 % und eventuellen Nebenkosten können Sie ein aussagefähiges Kurzgutachten zur Ermittlung des Verkehrswertes Ihres bebauten oder unbebauten Grundstücks nach den Richtlinien des IVD und der EIA / und in Anlehnung des § 194 BauGB erhalten. Auch wenn es um ein Neubau, Ausbau oder Umbau gehen sollte, ich unterstütze und betreue Sie in allen praktischen Fragen in der Bauausführung und Baubetreuung „Rund um die Immobilie „ entsprechend meines Leistungsprofils als zertifizierter Bausachverständiger für Bauschäden & Baumängel und Gutachter für die Bewertung bebauter und unbebauter Grundstücke sowie als Maurermeister und Meister für Hochbau.

Beachtenswertes bei Estrich im Bauwesen

09.07.2012 11:21

Estriche sind Feinüberzüge, die auf tragenden Untergrund wie Rohboden, Rohdecken, Trennlagen oder Dämmschichten aufgebracht werden. Diese Bauteile können unmittelbar nutzungsfähig oder mit Belägen versehen sein. Ihre Dicke beträgt etwa 3 bis 6 cm. Sie müssen eben, abrieb-, zug- und druckfest sein. Estrich ist in der Regel ein Gemenge von Zuschlägen und Bindemittel. Als Zuschläge kommen in Frage Feinkies, Sand, Splitt oder Steinmehl. Geeignete Bindemittel sind Zement, Anhydrit, Magnesia, Bitumen oder Kunstharz.

Estrich Arten
Nach Art des Einbaues unterscheidet man Verbundestrich, schwimmender Estrich und Estrich auf Trennschicht. Verbundestrich ist mit dem tragenden Rohboden fest verbunden. Estrich auf Trennschicht, hier werden Rohboden und Estrich durch Pappen, Folien oder Bitumenbahnen getrennt. Bei schwimmendem Estrich wird der Rohboden und die Wände durch Dämmung getrennt. Estriche sollen eingebaut werden, wenn die Innenputzarbeiten bereits abgeschlossen sind. Hauptsächlich werden Zement- und Gussasphaltestriche eingebaut, zunehmend gewinnt der Trockenestrich an Bedeutung, wobei der Zementestrich nass, der Gussasphaltestrich heiß sowie der Trocken- und Kunstharzestrich trocken eingebaut wird. Beim Zementestrich wird der Mörtel in erdfeuchter Konsistenz eingebracht, durch rütteln oder Stampfen verdichtet und die Oberfläche je nach Erfordernis abgezogen, gescheibt, geglättet oder gepudert. Zementfliesestriche gewinnen alternativ an Bedeutung, da sie in der Ebenheit der Oberfläche, in der Einbringungszeit sowie im Arbeitskräfteeinsatz erhebliche Vorteile bringen, dies gilt im Übrigen für alle Fließestricharten. Die Austrocknungszeiten müssen unbedingt eingehalten werden, dabei rechnet man mit ca. 1 Woche pro 1 cm Estrichdicke. Man sollte Zementestrich nachbehandelt und erst nach 3 Wochen voll belasten. Um bei großen Estrichflächen Risse zu vermeiden, müssen Dehnungsfugen angeordnet werden. Der Gussasphaltestrich hat gegenüber dem Zementestrich in diesem Zusammenhang erhebliche Vorteile. Es wird keine Baufeuchte eingebracht und er kann nach etwa 2 Stunden begangen werden.

Estrich vorbereiten
Je nach Art, Anordnungen und Erfordernissen des Belages ist der Estrich entsprechend vorzubereiten, dazu zählen u. a. Kontaktbrücken und Spachtelungen. Hierbei sind die Werksvorschriften und Verarbeitungshinweise der Hersteller für den jeweiligen Estriche zu beachten. Vor Einbringen des Belages sind die Prüfung der Haftzugfestigkeit und die Estrichfeuchte (max. 2% bis 3 %) unbedingt vorzunehmen.

Geeignete Kleber sind für die speziellen Beläge zu verwenden, so z.B. für Parkett, Textilbelag und keramische Beläge. Besondere Anforderungen (z.B. Stuhlrollen) sind zu berücksichtigen.
Estrich Untergründe

Hinreichende Beachtung bei der Herstellung von Estrichen verlangen die Untergründe, denn hier sind die häufigsten Ursachen und Erscheinungsformen von Estrichschäden zu verzeichnen. Er muss vor dem Einbau des Estrichs bzw. seiner einzelnen Bauteile (Wärme- und Trittschalldämmung, PE- Folien, Randdämmstreifen usw.) gründlich und sorgfältig vorbereitet werden. Besonders bei Verbundestrich soll er fest, staubfrei und eben sein. Verbundestrich ist im Übrigen auf Dielung oder Spanplatten nicht geeignet. Durch Austrocknung, Änderung der Eigenfeuchte, Belastungen und Temperaturschwankungen sind Bauteile Formänderungen ausgesetzt. Bauteile können sich bei Erwärmung ausdehnen (Dilation), bei Abkühlung verkürzen (Kontraktion) und bei Belastung durchbiegen. Die hier auftretenden Spannungen müssen durch Bewegungsfugen in der Estrichkonstruktion und  Belägen schadfrei abgefangen oder gemindert werden. Nach der Funktion der einzelnen Bewegungsfugen unterscheidet man: Anschlussfugen, Feldbegrenzungsfugen, Randfugen, Scheinfugen und Gebäudetrennfugen. Die Zulieferindustrie bietet ein unfangreiches Sortiment für Bewegungsfugenprofile in den individuellen Einbaubereichen und  für Detaillösungen an.

Einbringen der Dämmung
Beim Einbringen der Dämmung, des Randstreifen und der PE-Folien ist darauf zu achten, dass die Dämmplatten im Verband ohne Schnittfugen, vollflächig und sauber angearbeitet werden, der Randdämmstreifen und PE- Folien bis in die Ecken winklig und nicht wie häufig nur radial eingebaut werden. Dabei ist zu beachten, dass der Randdämmstreifen erst zum Schluss (bei den Fussbodenverlegearbeiten) abgeschnitten werden kann. Die Dämmplatten dürfen nicht hohl liegen, gerade bei Styropor führt das bei Nichtbeachtung zu Brüchen und Rissen im Estrich. Unterschiedliche Estrichdicken sind in der Fläche unbedingt zu vermeiden. In der Praxis häufig auftretende Schäden sind bei Schwimmendem Estrich Randfugenabrisse, zu geringe Estrichdicke in den Zimmerecken, nicht fachgerechtes Anbringen des Randdämmstreifen oftmals zu geringe Breite und nicht bis auf dem Rohfußboden heruntergeführt, zu frühes Aufheizen des Estrichs bei Fußbodenheizungen, Fehlen des Gefälles im Bereich von Abläufen in Nassräumen, Oberflächenabrieb bei Zementestriche  und nicht beachten von Sollbruchstellen aus konstruktiven Bedingungen heraus.

Estrich gerissen?
Sind erst Schäden und Mängel im Bereich der Estricharbeiten aufgetreten, ist es in der Regel schwierig die Ursachen auf Anhieb festzustellen und die Ursachen zu bestimmen. Oftmals geht es nur mit Bauteilöffnungen, die bis hin zur kompletten Räumung der betreffenden Räumlichkeiten führen können. Aus diesen Gründen ist es bei Sanierungsarbeiten in diesen kritischen Bereichen  dringend zu empfehlen sich mit einem Fachplaner, Architekten oder Bausachverständigen zu konsultieren, denn nur so kann garantiert werden, dass die Planung und Ausführung in der notwendigen Qualität gewährleistet wird. Es ist zu empfehlen, rechtzeitig vor Planung und Ausführung der notwendigen Sanierungsarbeiten eine fachliche Beratung in Anspruch zunehmen, denn in der Praxis stellt sich manche Realisierung komplizierter und anders dar als geplant.

Gerne können Sie mich bei weiteren Fragen rund um das Thema Estrich kontaktieren. Ich stehe Ihnen als Bausachverständiger und Baugutachter gerne zur Seite.